Park der Menschenrechte - Teil II

Genau ein Jahr ist es her, dass ich hier einen Artikel über den schlimmen Zustand der "Allee für Menschenrechte" im Kölner Park der Menschenrechte geschrieben habe. Und heute, auf meinem Weg zur Arbeit, wird meine Aufmerksamkeit Park der Menschenrechte von Baustellenabsprerrungen an der Universitätsstraße vor dem Park der Menschenrechte erregt.

Ich habe sofort entschieden, nicht wie sonst den neuen Fahrradweg auf der Staße zu benuttzen, sondern wie früher auf der Allee der Menschenrechte durch den Park zu fahren, um zu schauen, was sich hinter den Absperrungen tut.

Dabei hatte ich große Bedenken, dass nun die gesamte alte Allee für Menschenrechte wegsaniert würde. Recht auf soziale Sicherheit Und so ist es für mich kaum zu glauben, was ich sah. Sie ist neu entstanden, die Allee für Menschenrechte in Köln. Neuer Belag mit quadratischen Wegplatten Baustelle heute erstreckt sich nun in schöner Wegeinfassung von einem Ende des Parks der Menschenrechte bis fast zur anderen. Vom Bouleplatz aus ist noch ein Stück alter Zustand vorhanden, jedoch wird der vermutlich auch bald fertig.Recht auf Asyl

Zwischen den neuen, gleichmäßig und plangelegten, quadratischen Wegplatten, liegen sie noch, die rechtwinkligen Steintafeln mit den eingemeiselten Worten, welche die einzelnen Menschenrechte wiedergeben.

Und, sie sind es tatsächlich! Es sind die alten, zerbrochenen Steintafeln, der ursprünglichen Allee für Menschenrechte, welche wieder in den neuen Weg eingelassen sind. Das "Recht auf Asyl" hat im vergangenen Jahr oder hier bei den Sanierungsarbeiten einen weiteren Sprung erhalten. Jetzt sind alle Steintafeln zwischen den neuen, plan gelegten Wegplatten aufgenommen, und machen zwischen den einheitlichen und vor allem deutlich kleineren Wegeplatten einen soletären Eindruck, wobei ihre Sprünge und Brüche den seltsamen Charme der Patina zeigen.

Nach dieser Kölschen Maßnahme der Wegesanierung, scheinen die alten, geschundenen Steintafeln nicht nur auf einem neuen Weg. Nein, sie wirken tatsächlich so, als wollte uns jemand damit  etwas Gewichtiges sagen:

Auch wenn diese Steintafeln mit den Menschenrechten darauf zerbrechlich sind,
die Rechte auf ihnen sind es nicht und haben Bestand!

Schutz vor Diskriminierung

Aber es ist trotzdem schön, dass der "Schutz vor Diskriminierung" noch ganz heile ist ... wink 

Park der Menschenrechte

Um die Menschenrechten steht es zurzeit nicht besonders gut. Es ist vielleicht nur Zufall, aber irgendwie scheint mir der Park der Mennschenrechte in Köln Park der Menschenrechte - Kölnund besonders die Allee für Menschenrechte darin für deren Zustand kennzeichnend zu sein, denn ihnen geht es ähnlich schlecht.

Die Allee für Menschrechte ist  ein mit Wegplatten gepflasterter Weg durch den Park, wobei einzelne Platten als Tafeln ausgestaltet sind, die jede für sich als Inschrift ein Menschenrecht wiedergibt. Sie sind wie die übrigen Platten in den Boden eingelassenen und gleichmäßig über den gesamten Weg verteilt.

Der Park der Menschenrechte wurde anscheinend von Amnesty InternationalAmnesty International initiiert, deren Name auch auf einer Tafel zu finden ist. Man findet darüber hinaus auf den übrigen Tafeln einige der Menschenrechte wie "Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit", "Schutz vor Folter und Unmenschlicher Behandlung", "Recht auf Asyl"Recht auf Asyl, "Recht auf Gleichheit", "Recht auf Bildung und Ausbildung", "Schutz vor Diskriminierung", "Recht auf Meinungsfreiheit", "Schutz vor Sklaverei und Menschenhandel", "Recht auf Soziale Sicherheit", "Recht auf Arbeit und Gerechten Lohn".

Gestern bin ich dann nach einiger Zeit mal wieder einmal die "Allee der Menschrechte" entlang gegangen und über den erbarmungswürdigen Zustand der Tafeln 'gestolpert'. Ob Draufrumtreten die richtige Behandlung der Tafeln ist, scheint nicht die Frage zu sein, sondern eher, ob Draufrumtreten sie zerstört hat. Die Zerstörungen sind sicherlich nicht durch ein Menschengewicht zustande gekommen. Im besten Falle sind sie durch fehlerhaftes Material Schutz vor Folterbedingt gewesen. Und im schlimmsten Falle, was mir am wahrscheinlichsten ist, durch die unbedachte Benutzung der Allee der Menschenrechte durch die Kleinlaster, Kehr- und Grasschneidemaschinen der Grünflächen-Pfleger, die mir früher bereits aufgefallen waren, weil sie mir häufig mit dem Großgerät im Weg standen, wenn ich die Allee für Menschenrechte auf dem Weg zur Arbeit befahren musste, weil sie damals noch einziger offizieller Fahrradweg nach Lindenthal gewesen war.

Den derzeitigen Zustand der Tafeln kann man kurz beschreiben, denn bis auf eine, sind alle Tafeln zum Teil mehrfach zerbrochen. Es dauert sicher keine drei weitere Jahre mehr, bis von den guten Menschenrechten beziehungsweise den TafelnRecht auf Arbeit und Ausbildung, die sie tragen, in Köln nichts mehr übrig ist. Dann bleibt vielleicht noch die Erinnerung an sie, und der Name, den dieser kleine, grüne Park an der Ecke Universitätsstraße / Bachemerstraße trägt.

Der Park dient jedoch nicht nur dem Angedenken an die Menschenrechte, sondern hat noch weitere öffentliche Funktionen. Er ist eher wenig von Spaziergängern frequentiert und wird seit einiger Zeit auch nicht mehr als Fahrradweg ausgewiesen, da die Stadt nach Jahrzehnten einen Fahrradweg auf der Bachemerstraße ausgewiesen hat und den Autoverkehr dort auf zweispurigen Betrieb umgestellt hat. Nur an der Kreuzung mit der Universitätsstraße ist stadteinwärts noch eine dritte Spur, eine Linksabbiegerspur ausgewiesen. 

Der Park der Menschenrechte dient überdies den Patienten des Hildegardis-Krankenhauses als Freigang, da das Hildegardis-Krankenhauses wohl keine anderen, eigenen Freiflächen für seine Patienten zur Verfügung stellt. Auf der Seite Boule-Kugeln - Plastik einer Köln-Lindenthaler Boule-Gemeinschaftzur Bachemerstraße hin wird für eine Lindenthaler Boule-Gruppe eine öffentliche Boule-Anlage betrieben. In Richtung Innenstadt wird der Platz durch die sechsspurige Universitätsstraße begrenzt.

Bemerkenswert ist für mich, dass es in Deutschland, außer dem Kölner Park der Menschenrechte nur noch einen weiteren gibt, und zwar in Bielefeld, Nordrhein-Westfalen. Diesem Park geht es zurzeit noch dreckiger und dass im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Stadt Bielefeld hat den Park für den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens schleifen lassen. Presseberichten zufolge soll der Park dort nach Abschluss der Baumaßnahmen wieder neu erstehen.

In München-Riem gibt es einen Platz der Menschenrechte, der ein großes, innerstädtisches Areal umfasst und so wohl am Besten geeignet scheint, die Menschenrechte im Bewusstsein der Menschen präsent zu halten. In Berlin ist ein von der Stiftung "Haus der Demokratie" betriebenes Veranstaltungsgebäude als 'Haus der Demokratie und Menschenrechte' bezeichnet, wobei seitens der Stiftung der Teil 'Menschenrechte' offenbar nicht im Vordergrund steht.

Gute Zitate

Das Risiko der Klarheit einzugehen, das Risiko einzugehen, die Dinge zunächst einmal nur festzustellen, ist [...] das einzige Verhalten, das unsere Zukunft schützt, indem es sich der Gegenwart stellt1.

 

 

Viviane Forrester (1927- 2013) - französische Schriftstellerin und Literaturkritikerin

Zitate gefunden bei Wikiquote: https://de.wikiquote.org/wiki/Viviane_Forrester, bzw.

1 Der Terror der Ökonomie, Wilhelm Goldmann Verlag, München, 1998, S. 207, ISBN 3442127998. Deutsch von Tobias Scheffel

Gesundheit, Erfolg und Wohlstand werden in Zukunft davon abhängig sein, wie gut sich ein Mensch vor der Ausspähung seiner Daten schützen kann

Ende der 1980ziger meinten viele Experten, dass die wirtschaftliche Existenz eines Unternehmens in Zukunft nur dann noch gesichert sei, wenn es im Internet präsent sein. Diese Meinung ging davon aus, dass Waren und Dienstleistungen zukünftig nahezu ausschließlich im Internet verglichen, ausgewählt und schließlich auch gekauft werden.

Inzwischen ist die Entwicklung weiter fortgeschritten. Unternehmen wie Kunden, aber auch alle übrigen, im Internet Aktiven, wie Behörden, Organisationen und Regierungen werden im Internet ausgespäht. Ihre Daten werden erfasst, gespeichert, ausgewertet und schließlich an andere interessierte Internetnutzer oder im Falle von nationalen Geheimdiensten Staaten zur Verfügung gestellt. Die Daten werden verkauft, getauscht, verschenkt. Und das alles im wesentlichen zum Nachteil und ohne Wissen der Betroffenen und ohne nachhaltige, vorteilhafte Wirkung für sie oder die Gesellschaft. Beispielsweise scheint das Sammeln von Daten durch Unternehmen, wie Google, Facebook und Co., weder vergütungs- noch steuerpflichtig zu sein, obschon mit dem Sammeln bereits ein Vermögensübertrag stattfindet, ein Mehrwert geschaffen wird.

Unternehmen steuern inzwischen ganze Fertigungsprozesseonline oder bieten ihre Dienstleistungen nur noch über das Internet an. Sie nehmen dabei in Kauf, dass Sicherheitsschwachstellen in der Online-Kommunikation zur Existenzfrage für das Unternehmen werden können. Welche Szenarien die Unternehmen und ihre Sicherheitsberater sich selbst vorstellen können und damit in ihre Planung einbeziehen können, hängt vom Stand der Technik und vom Stand der Ausbildung des Personals ab. Welche Szenarien aber in der Realität auf sie zukommen werden, ist eine Frage der Entwicklung der Technik und der Wahrscheinlichkeit, dass eine Sicherheitslücke durch den Abstand von Vorstellungskraft und tatsächlich Möglichem entsteht. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch in Anbetracht dessen, dass ein Teil der Entwicklung in der Technik stets unter Ausschluss der (Fach-)Öffentlichkeit in staatlichen oder privaten Laboren entwickelt und schließlich eingesetzt wird.

Gesundheit, Erfolg und Wohlstand werden in Zukunft davon abhängig sein, wie gut ein Staat, ein Unternehmen oder ein Mensch sich vor der Ausspähung seiner Daten schützen kann und dies auch tatsächlich realisiert. Dies beginnt beim eigenen Betriebssystem und der Verschlüsselung seiner Daten auf dem System als auch in seiner Kommunikation und endet nicht bei der Gestaltung der Infrastruktur und dem Schutze der Netze. Der Schutz der Netze und der Nutzer dieser Netze ist vor allem national sowie international durch die Gesetzgebung der einzelnen Staaten aber auch durch internationale Verträge zu regeln.

Alles, was wir derzeit an Missbrauch der Internet- und der Kommunikationsinfrastrukturen erfahren, ist höchst wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisberges, der sehr viel tiefer geht. Umso wichtiger ist es, endlich anzufangen, diesen Eisberg abzuschmelzen. 

Flüchtlinge

Laut Statistik des Bundeamtes für Migration und Flüchtlinge waren die Hauptherkunftsländer für 109.580 Flüchtlinge in 2013 bundesweit:

  1. Russische Föderation, 13,6 %, 14.887
  2. Syrien, Arabische Republik, 10,8 %, 11.851
  3. Serbien, 10,5 %, 11.459
  4. Afghanistan, 7,1 %, 7.735
  5. Mazedonien, 5,7 %, 6.208
  6. Iran, Islamische Republik, 4 %, 4.424
  7. Pakistan, 3,7 %, 4.101
  8. Irak, 3,6 %, 3.958
  9. Somalia, 3,5 %, 3.786
  10. Eritrea, 3.3 %, 3.616
  11. Sonstige, 34,2 %, 37.555

Die Flüchtlinge in Köln kommen nach Angaben der Stadt Köln überwiegend aus folgenden Ländern:

  • Ex-Jugoslawien (Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Kosovo)
    Fluchtgründe:
    - unter anderem Diskriminierung und Ausgrenzung von Minderheiten, insbesondere von Roma-Angehörigen
    - gewalttätige Übergriffe
    - ungenügende Zugänge zur Gesundheitsversorgung und zum Bildungssystem
    - mangelhafte Existenzsicherung
  • Iran, Irak, Syrien, Afghanistan
    Fluchtgründe:
    - Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen
    - unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen
    - diverse Menschenrechtsverletzungen
  • Afrika (Ägypten, Eritrea, Algerien, Marokko, Ghana, Guinea, Nigeria, Somalia)
    Fluchtgründe:
    - unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen
    - frauenspezifische Fluchtgründe
    - Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen
  • Russische Föderation, Georgien, Armenien
    Fluchtgründe:
    - unter anderem politisch instabile Kaukasus-Region
    - bürgerkriegsähnliche Unruhen
    - Verfolgungstatbestände wegen Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen
    - massive Menschenrechtsverletzungen

Gesünder Leben

Mein kleiner Garten

Mein Garten ist zurzeit diese kleine, neue Keimbox. Sie soll mir dazu dienen, immer frische Sprossen im Salat zu haben.

Die ersten Versuche sind schwierig gewesen. Zwei Lagen musste ich entsorgen. Das war aber Saatgut, welches in der Verpackung der Keimbox als kostenlose Beilage mitgegeben worden war. Jetzt versuche ich es mit Saatkörnern aus dem Biomarkt meines Vertrauens, in der Hoffnung, dass diese Ware besser ist.

Keimbox für SprossenDie Mungobohnen treiben gut. Aber man muss aufpassen, dass sie beim Wässern nicht durcheinander gespült werden. Die Sprossen werden sonst sehr lang und krakelig, weil sie immer wieder versuchen nach oben zu treiben. Wie man sieht, bekommen Sie dann mehr weißen Stiel, als kleine grüne Blättchen.

Sprossen enthalten viele Vitamine, welche noch im Keim für das Wachstum vorgesehen sind, aber auch bereits viele Nährstoffe, welche beim Wachstum des Keimlings durch die Synthese mit Licht entstanden sind. Daher sind Sprossen einfach herzustellende, sehr nahrhafte Lebensmittel.

 

 Kressesprossen

Kressesprossen

Zum Vergleich: Der Vitamin C Gehalt von Kressesprossen soll 60mg/100g betragen und der von Zitronen nur 51 mg/100g.

Man kann Sprossen größtenteils roh, aber auch blachiert oder gebraten genießen. Sie sind lecker im Salat oder auf Brot mit gebratenem Fleisch oder Wurst und beispielsweise Tomaten als kleiner Hamburger zusammengestellt.

 

Gemeinfreie Literatur

Im Internet gibt es eine Menge von gemeinfreier Literatur. Das sind Werke, beispielsweise Originalwerke oder Übersetzungen, für die inzwischen bereits die Urheberrechte abgelaufen sind.

Die Urheberrechte beginnen mit Entstehung des Werkes, also Originalwerke oder der Übersetzungen, aber enden in den verschiedenen Ländern zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Das ist nicht ganz einfach zu verifizieren. Grundsätzlich kann für Deutschland, Österreich und die Schweiz gesagt werden, dass die Urheberrechte für literarische Werke 70 Jahren nach dem Tode des Autors enden. In der Regel sind auch alle Werke von Autoren, die vor 1943 verstorben sind, gemeinfrei. Bei Werken von unbekannten Autoren ist das entwas anders, dann 70 Jahre nach Veröffentlichung des Werkes.

Im Gegensatz zum Urheberrecht in Deutschland musste das Copyright bis 1989 in den USA explizit angemeldet werden (US Copyright Act 1909, Chapter 1 Sec. 11) und erlosch 75 Jahre nach der Eintragung in das zentrale Copyright-Verzeichnis. Inzwischen gilt in den USA für neue Werke ein Schutz bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 95 Jahre für Firmen. Eine Anmeldung des Copyrights ist für den Erwerb des Rechts nach aktueller Gesetzeslage nicht erforderlich.

Wichtig ist zu wissen, dass die Urheberrechte von Original und Übersetzung zu verschiedenen Zeitpunkten enden, denn der Übersetzer hat auch ein Urheberrecht an seiner Übersetzung, die naturgemäß nach dem Originalwerk angefertig und veröffentlicht wird. Dasselbe gilt für Hörbücher und deren Urhebern.

Nicht ganz klar ist, wenn ein Werk in den USA vor 1989 entstanden ist und nicht angemeldet worden war, also in den USA gemeinfrei war und von einem deutschen Benutzer von einem australischen Server (in englischer Sprache) heruntergelanden worden ist, ob dann das Werk ebenfalls frei von Urheberrechten ist. Aber da kommt es vielleicht noch darauf an, in welchem Land der deutsche Benutzer das Werk auf sein Gerät herunterlädt. Alles ziemlich verwirrend und die Urheberrechtsnovellen der letzten Jahren haben nicht viel dazu beigetragen, solche Sachverhalte für den Benutzer durchschaubarer zu machen, im Gegenteil. Das heißt, am Besten schaut man in Wikipedia nach, ob der Autor oder sein Übersetzer bereits über 70 Jahre tot sind. Wenn ja, ist man auf der sicheren Seite.

Frei sind in jedem Falle Goethes und Schillers Werke, bspw. Faust, aber auch so wichtige Autoren wie Theodor Fontane, E. Marlitt, Theodor Storm, bspw. Der Schimmelreiter (hier als Hörbuchaufnahme von Felix, der auf seine Rechte am vorgelesenen Werk verzichtet hat, zum Herunterladen mit Klick auf "Download" ) - Hörbuch von Librivox.org.

Freie Literatur findet man u.a. in den Projekten Gutenberg und meist ist zu den Werken angezeigt, wann der Autor verstorben ist und wo die Werke frei sind. Meistens wird das in den USA sein, da viele Werke dort überhaupt nicht angeboten und somit angemeldet worden waren. Einige der Projekte arbeiten auf der Basis einer Bibliothek andere bieten das self-publishing an, wo man sich Texte frei herunterladen und/oder als ebook umwandeln kann. Solche Projekte sind

Project Gutenberg Australia

Gutenberg.org (ebooks zum download) - deutsche Hauptseite

 

Ein deutsches Gutenberg-Projekt wird von Spiegel-online betrieben, welches für das Lesen im Browser und online gut geeignet ist. Typisch deutsch können die Texte dort allerdings nicht heruntergeladen werden und der Verlag hat sich darüber hinaus die Urheberrechte an der Datenbank gesichert, welche durch Freiwillige erstellt und erweitert wird. Die einzelnen Werke bleiben aber an sich gemeinfrei und können auch dort einzeln kopiert werden, was aber ein mühseliges Unterfangen ist, weil man jedes Kapitel gesondert aufrufen und kopieren müsste. Das machen die anderen genannten Anbieter nicht so dramatisch und es gibt auch dort viel deutschsprachige Literatur. Schön, dass man sich sein Gutenberg-Projekt selbst wählen kann.

Für das Herstellen von ebooks auf dem eigenen Rechner gibt es eine Menge freier Software, die in der Regel beliebige Texte in jedes ebook-Format umwandeln können.

Das ebook kann dann frei auf deinem Smartphone oder Tablet gelesen werden, oder du kannst es deinen Freunden schicken, damit sie es lesen können, denn es ist ja frei von Rechten Dritter

Lächelnd

Grundordnung oder Unordnung?

Meinungen sind so viel wert, wie die Luft, die wir atmen. Einerseits müssen wir nicht dafür zahlen, andererseits bewirken sie durch ihr bloßes Dasein keinen plötzlichen Wandel zum Guten oder Schlechten. Nichts an dem, was wir heute an der Datensammelwut von Konzernen und Regierungen falsch finden, wird dadurch besser noch wird es schlechter. Doch, ohne sie, die Meinungen oder die Luft, wächst in Zukunft nichts.

Durch Stoffwechsel des Derzeitigen mit den Meinungen von heute entsteht das Morgige. Das ist genauso wie in einem Organismus mit der Luft, beispielsweise bei der Verstoffwechselung in einem Misthaufen. Auch der braucht ab und zu Sauerstoff und muss umgeschichtet werden, sonst wird er matschig und stirbt im Inneren. Genau das ist gerade notwendig, sowohl in der Gesellschaft und der Politik als auch in der Wirtschaft. Denn überall dort ist es inzwischen zu einem stickig undurchdringbaren, undurchschaubaren und pappig verklebtem Inneren gekommen, auf dem nichts mehr gedeiht, wie auf einem sich selbst überlassenen Misthaufen.

Demokratie lebt durch das Mitmachen, sagt man. Auch fast 70 Jahre nach dem Krieg und fast 25 Jahre nach der Wiedervereinigung scheint Deutschland noch immer ein Volk von Wegguckern und Duckmäusern zu sein. Und die Wiedervereinigung hat uns offenbar nur gebracht, dass STASIs, aus welchen Ländern auch immer, nun auch uns Menschen des ehemaligen Westens mit freiheitlich demokratischer Grundordnung fest im Griff und unter Beobachtung haben.

Ist unsere alte Grundordnung in Unordnung geraten?

Nun, es wird nicht mehr für den Sozialismus spioniert und überwacht. Für wen denn dann? Bestimmt nicht für die Demokratie? Denn die gibt es nicht scheinbar mehr. Eine Meinung in Deutschlands konservativeren Tageszeitung FAZ zitiert:

„In jeder Verfassung der Welt steht ja ein Recht auf Privatsphäre, Unverletzlichkeit der Wohnung und so weiter. Das ist abgeschafft“: So Hans Magnus Enzensberger in „Titel, Thesen, Temperamente“.

Ein us-amerikanischer Botschafter in der damaligen BRD meinte einmal in einem Interview, der Faschismus würde wieder kommen, aber diesmal in einem anderen Gewand.

Zu der neuen Unordnung gehört im Übrigen auch, falsche Botschaften zu verbreiten, beispielsweise um sich selbst oder sein Tun zu rechtfertigen! Das ist beispielsweise der Fall, wenn falsche Terrorwarnungen herausgegebenen werden. Hier etwas dazu aus dem öffentlich Rechtlichen.

Doch das falsche Tun wird sich irgendwann gegen diejenigen wenden, die es getan haben und gegen die, die es duldeten. Wenn der "Terrorismus" etwas bereits erreicht hat, dann sein Ziel. Denn das Ziel jedes Terrorismus ist es, Unordnung zu schaffen.

Wo die Würde bleibt

Briefmarke zum 50 jährigen Bestehen des bundesverfassungsgerichts

No one shall be subjected to arbitrary interference with his privacy, family, home or correspondence, nor to attacks upon his honour and reputation. Everyone has the right to the protection of the law against such interference or attacks.

UN Declaration on Human Rights

 

 

 

EMPÖRT EUCH!

Stoppt die systematische Überwachung durch Staaten, Gesellschaften oder Organisationen!

 

Ausgang aus Facebook

Wer den Ausgang auf Facebook sucht und sein Konto endgültig löschen möchte, der hat es nicht leicht. Zum einen wird die Löschung nicht gleich vorgenommen und kann immer wieder ungewollt unterbrochen bzw. verhindert werden. Dies geschieht zum Teil ungewollt, durch automatisierte Anmeldungen auf Webseiten, die Facebook verwenden. Zum anderen aber findet man den Link zur wirklich entgültigen Löschung nur schwer. Dagegen wird von Facebook ein Link angebote, der nur zur Deaktivierung führt.

Darüber hinaus nimmt die Prozedur zwei Wochen in Anspruch, in denen das Profil durch neue Aktivität seines Inhabers reaktiviert werden kann. Deshalb sind hier nicht alle Löschungsschritte Sache von Facebook, sondern haben mit deinem sicheren Umgang mit dem Internet zu tun.

Hier die Löschungsprozedur:

1. Schritt: Gehe auf dein Konto bei Facebook und lösche alle Inhalte per Hand. Bilder, Links zu Freunden und alles, was du selbst verändern oder löschen kannst, verändere und lösche es. Ändere aber nicht dein Geburtsdatum. Ansonsten speichert und protokolliert Facebook alle deine Anwendungen und Änderungen unbemerkt im Hintergrund. Schließe dein Konto.

2. Schritt: Gehe in deinem Browser auf die Seite über die Sicherheitseinstellungen und lösche alle Cookies. Schließe den Browser.

3. Schritt: Log dich wieder in deinem Facebook-Konto ein. Gib auf der Adressleiste in deinem Browser den folgenden Direktlink ein:

https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account&__a=3

4. Schritt: Folge den Anweisungen von Facebook.

Es wird das Popup-Fenster über die Löschung gezeigt:

Dein Konto wurde deaktiviert und wird innerhalb von 14 Tagen endgültig gelöscht. Wenn du dich in den nächsten Tagen wieder anmeldest, kannst du deinen Antrag auf Löschung widerrufen.

5. Schritt: Nimm Facebook aus allen deinen Social-Network-Editoren und Instant Messaging Clients wie dem Multi-Protokoll-Client Pidgin, damit du dich nicht automatisch wieder bei Facebook anmeldest.

6. Schritt: Lösche nochmals alle Cookies in deinem Browser und deaktiviere Javascript. Solltest du in deinem Browser Passwörter gespeichert haben, lösche falls möglich dein Facebook-Passwort aus den automatisch gespeichterten.

 

Wenn du dein Konto nur deaktivierst, bleiden alle Verknüpfungen und Inhalte bei Facebook erhalten. Facebook kann weiter deine Spur verfolgen und deine Browseraktivitäten mit deinem nunmehr deaktivierten Konto verknüpfen.

Gefängnis-Blog

Teil 1: Ins Gefängnis gehen

Am letzten Wochenende habe ich viel gelernt, nämlich nicht nur, dass es in unserem Rechtssystem ganz wesentlich darauf ankommt, welche Menschen es anwenden, sondern auch, dass obwohl die Bestrafung erfolgt, um eine Tat zu sühnen, die Strafe selbst eine Maßnahme sein soll, Täter wieder in normale Bahnen, also in das bürgerliche Leben (zurück) zu führen, jedenfalls in den Fällen, in denen dies möglich ist, und das sollen doch immerhin 50% der Fälle sein.

Ins Gefängnis gehen relativ wenige Menschen, doch fürchten sich die meisten davor. Immerhin ist es Teil einer Strafe, welche in unserem Strafgesetzbuch vorgesehen ist, wenn ein Delikt besonders schwer wiegt. Aber ins Gefängnis gehen auch Menschen, wenn sie noch gar nicht verurteilt sind. Das sind Personen, welche einer Tat nach StGB beschuldigt werden und bei denen eine der drei Gefahren zu befürchten sind. Das sind erstens die Verdunkelungsgefahr, zweitens die Fluchtgefahr und drittens Wiederholungsgefahr. In diesen Fällen nennt man den Aufenthalt im Gefängnis Untersuchungshaft.

Neben dem Personal einer Justizvollzugsanstalt gibt es noch weiter Personen, die ins Gefängnis gehen. Das sind zum Beispiel Ärzte, Rechtsanwälte, Mitarbeiter von JVA-eigenen Firmen, Liefer- und Abholdienste, Handwerker, Angehörige und nicht zu vergessen, Menschen, die eine solche JVA besichtigen, Menschen wie ich also dieses Wochenende.

Über das, was ich dort gesehen und erlebt habe, schreibe ich im Gefängnis-Blog - Teil 2: Ein Gefängnis von Innen.